DANCE AT JUDSON AND ON AND ON AND ON ...

Möglichkeitsräume des Choreografischen in Kunst – Performance – Tanz

Als Hommage an Dan Flavins "UNTITLED (FOR KSENIJA)", eine raumgreifende Lichtinstallation im Kunstbau des Lenbachhauses, findet in diesem Sommer eine Performance-Reihe aus Werken des amerikanischen Postmodern Dance sowie neuen zeitgenössischen Arbeiten im Kunstbau statt.

In verschiedenen Präsentations- und Denkformaten wollen das Lenbachhaus und JOINT ADVENTURES überprüfen, welche neuen künstlerischen Arbeits- und Wahrnehmungs- weisen sich jenseits der definierten Kunstdisziplinen entwickeln und welche Rolle dabei das Choreografische spielt. Ausgangspunkt der Kooperation ist die Phase der Tanz- und Kunstgeschichte, in der bildende Künstler und Choreografen ein mehrjähriges Labor einrichteten, um die Grenzen zwischen den Kunstformen zu erforschen: das Judson Dance Theater (1962 – 1964).

Mit den Ideen und Konzepten des Judson Dance Theater war Tanz nicht mehr das, was er vorher war. Er öffnete sich zum ersten Mal für die Entdeckung des Außerge- wöhnlichen im Alltäglichen und wurde von jeglichen inhaltlichen Konnotationen losgelöst. Es ging um die Schaffung reiner Bewegung bzw. Bewegungsabfolgen – jenseits des klassischen Aufführungskontextes "Theater". Seitdem wird eine Form der choreografischen Kunst praktiziert, die mit und über, aber auch unabhängig vom performativen Körper zu denken ist. Die Möglichkeits- räume des Choreografischen in den Künsten wurden mit den Forschungen des Judson Dance Theater unbegrenzt: Dance at Judson and on and on and on ...

Städtische Galerie im Lenbachhaus in Kooperation mit JOINT ADVENTURES – Walter Heun

Programm

Trisha Brown Dance Company (US)
"Early Works"

Symposium
JUDSON AND BEYOND


Steve Paxton (US)
"Bound (1982) with Jurij Konjar"

Noé Soulier (FR)
"Movement On Movement"

Siobhan Davies Dance (UK)
"Table of Contents"

Rosemary Butcher (UK)
"New Work"