Hinweise zur Antragstellung

Die Administration des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ liegt bei JOINT ADVENTURES. Sämtliche Förderanträge sind dort einzureichen und werden dort geprüft. Sind alle formellen Voraussetzungen erfüllt, entscheidet eine unabhängige Fachjury über die Anträge.

Das Antragsformular und weitere Dokumente für die Antragstellung finden Sie unter der Rubrik Downloads.

Benötigte Unterlagen

> ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular

> Kurzdarstellung des Projektvorhabens in 7-facher Ausführung (siehe S. 7 des Antragsformulars)

> differenzierte Projektbeschreibung auf ca. 4 DIN A4 Seiten in 7-facher Ausführung

> einseitige Projektkalkulation in 7-facher Ausführung (siehe Antrag)

> ausdifferenzierte Projektkalkulation in 7-facher Ausfertigung

> Filmmaterial zu älteren Arbeiten - vorzugsweise Links zu Videoplattformen, falls DVDs geschickt werden, vorzugsweise in 6-facher Ausfertigung

> ggf. aussagekräftiges Zusatzmaterial in 7-facher Ausfertigung wie z.B. Referenzen, ausgewählte Presseartikel, Programmhefte, Abendzettel etc.

> Bestätigung/en des/ der Koproduzenten in einmaliger Ausfertigung

Infomaterial und DVDs werden auf Wunsch nach der Jurysitzung zurückgesandt.

Die Administration des NPN liegt bei JOINT ADVENTURES – Walter Heun. Alle unten aufgeführten Unterlagen sind dort fristgemäß (Poststempel) einzureichen.

I. Vergabekriterien

1. Die zu erwartende Qualität der Produktion findet die Anerkennung der Fachjury.

2. Das Netzwerk der Koproduzenten besteht aus einem Koproduktionspartner aus einem deutschen Bundesland und einem Koproduktionspartner aus einem anderen deutschen Bundesland oder aus dem Ausland. Mindestens ein Koproduktionspartner ist ein Veranstaltungsort, Produktionshaus, Festival o. ä. (nicht ebenfalls Künstler).

3. Die Koproduzenten leisten substantielle Beiträge zur Entstehung der Produktion. Diese können, müssen aber nicht ausschließlich finanzielle Leistungen sein. Im Falle niedriger finanzieller Beiträge erhalten zusätzliche Arbeits- und/ oder Unterstützungsleistungen erhöhte Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Jury.

4. Die Arbeit der Kompanie/ des Künstlers ist von überregionaler Relevanz.

5. Der Veranstalter gewährleistet eine professionelle organisatorische und bühnentechnische Umsetzung.

6. Die Arbeit an der Produktion darf zum Zeitpunkt des Jurybeschlusses noch nicht begonnen haben. 

II. Antragsteller/ Koproduzent 1

Antragsteller ist der ausführende hauptverantwortliche Produzent der Produktion. Dieser wird im Antrag als Koproduzent 1 bezeichnet. Er ist zentraler Ansprech-partner für das Projekt und für den Nachweis der Mittelverwendung verantwortlich. Auch die Kompanie/ der Künstler kann Antragsteller sein, wenn sie/ er finanzielle Produktionsmittel (z.B. öffentliche Drittmittel, Sponsorengelder) einbringt und somit als Produzent auftritt. Im differenzierten Kosten- und Finanzierungsplan ist die Herkunft der Gelder des Koproduzenten 1 anzugeben.

Unabhängig von der Herkunft der Kompanie/ des Künstlers muss die Produktion im Wesentlichen in Deutschland erarbeitet werden und der Antragsteller in Deutschland ansässig sein. Probenaufenthalte und Residenzen im Ausland sind möglich.

Eine Koproduktionsförderung ist auch möglich, wenn bereits im Vorjahr eine Förderung erfolgt ist. Die Förderung bezieht sich jeweils als Projektförderung auf ein spezifisches künstlerisches Vorhaben. Eine Förderung begründet keinen Anspruch auf die Förderung weiterer Projekte.

III. Angaben zum Projekt

Das Projekt darf erst nach dem Entscheid der Jury begonnen werden. Ein vorzeitiger Projektbeginn, d. h. vor dem Entscheid der Jury, ist ausgeschlossen. Für ein Projekt, das bereits im Probenprozess ist, kann somit kein Antrag gestellt werden. Die Zuwendung wird für den Zeitraum 1. April – 31. Dezember 2017 gewährt, damit ist ein Projektbeginn frühestens zum 1. April 2017 möglich. Die Produktion muss bis zum 31. Dezember 2017 zur Premiere kommen und damit abgeschlossen sein. Für den Ort der Premiere gibt es keine Einschränkungen. I. d. R. findet sie bei einem der Koproduzenten statt.

IV. Koproduzent 2, 3 und weitere

Die NPN-Koproduktionsförderung Tanz setzt voraus, dass mindestens zwei Partner miteinander kooperieren. Sie setzt ebenfalls voraus, dass ein Koproduktionspartner aus einem deutschen Bundesland mit einem aus einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland kooperiert. Mindestens einer der Produzenten muss ein Veranstaltungsort, Produktionshaus, Festival o. ä. sein. Dritte und weitere Koproduzenten sind zur Erlangung der NPN-Koproduktionsförderung Tanz nicht zwingend erforderlich, erhöhen jedoch die Chancen auf Bewilligung.

Die Definition eines Koproduzenten ist bewusst weit gefasst. Entscheidend ist ein substantieller Beitrag zur Produktion. Dieser ist in erster Linie finanziell zu sehen, d.h. es muss Geld in die Entstehung der Produktion einfließen. Sachleistungen allein, wie z.B. die Bereitstellung von Probenräumen, zählen nicht als Koproduktionsbeitrag. Sachleistungen können aber zusätzlich zu finanziellen Beiträgen geleistet werden und einen geringeren finanziellen Beitrag aufwerten.

Der finanzielle Beitrag der Koproduzenten zur Produktion ist für die Erstellung der Produktion und vor der Premiere zu leisten.

Eine Einladung der abgeschlossenen Produktion zu einem Gastspiel, seitens eines Koproduzenten, und die damit verbundene Zahlung einer Gage, zählen nicht als Koproduktionsbeitrag. Ist ein Gastspiel bei einem der Koproduzenten geplant, so ist das gesondert zu vermerken und die Gage getrennt vom Koproduktionsbeitrag auszuweisen.

Wichtig ist, dass zur Antragstellung schriftliche Bestätigungen seitens der Koproduzenten vorliegen, in denen sie ihren Mitteleinsatz und ihr sonstiges Engagement fixieren. Liegen zum Antragstermin keine Zusagen vor, kann eine Absichtserklärung vom Koproduzenten eingereicht werden. Diese stellt keine rechtliche Verbindlichkeit dar. Sowohl für die Zusage als auch für die Absichtserklärung können Sie das Dokument "Muster Zusage/ Absichtserklärung" als Vorlage heranziehen. Eine NPN-Förderung ist erst möglich, wenn dem NPN definitive Zusagen von den Beteiligten vorliegen.

Falls weitere Förderanträge bei anderen Institutionen gestellt wurden, deren Entscheidung noch nicht vorliegt, kann dennoch ein Antrag eingereicht werden. Der Antragsteller verpflichtet sich, dem NPN über bewilligte wie auch als beantragt ausstehende Förderungen anderer Institutionen Auskunft zu geben. 

Sollten zusätzlich zur NPN-Förderung weitere Mittel aus dem Bundeshaushalt bei der Projektfinanzierung eingeplant sein, so ist im Einzelfall die Zulässigkeit der Förderung zu prüfen. Gemäß Bundeshaushaltsordnung besteht grundsätzlich das Verbot der Doppelförderung, welches besagt, dass derselbe Zweck nicht aus verschiedenen Titeln des Bundeshaushaltes finanziert werden soll (§ 17 Abs. 4 BHO). Dies wird im Einzelfall von uns mit den jeweiligen fördernden Institutionen geklärt und kann ggf. zu einer Nichtförderung führen - auch wenn die beantragte Produktion aus künstlerischen Gründen förderungswürdig wäre.

V. Projektkalkulation

Für die Höhe des Budgets gibt es keine Richtgröße. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Gesamtkosten der Produktionen stark variieren. Gefördert wird meist im Rahmen von EUR 10.000,- bis EUR 50.000,- jedoch maximal bis 50% der Gesamtkosten.

KURZE PROJEKTKALKULATION
Füllen Sie die Projektkalkulation des Antragformulars aus und reichen Sie sie in 7-facher Ausfertigung ein. Bitte geben Sie nur die Einnahmen und Ausgaben von Projektbeginn bis einschließlich der Premierenvorstellung an. Einnahmen und Ausgaben, die aus Gastspielen (d. h. Aufführungen nach der Premiere) bei den Koproduzenten resultieren, können nicht angerechnet werden. Folglich sind Erlöse aus Ticketverkäufen von Gastspielen nicht anzusetzen, ebenso wenig die Kosten für Reisen zu diesen Gastspielen. Reisen vor der Premiere im Rahmen der Erarbeitung der Produktion können hingegen angerechnet werden. Wichtig ist zudem, dass nur geldwerte Positionen als Einnahmen angesehen werden. Sachleistungen, z. B. zur Verfügung gestellter Probenraum, gelten nicht als Einnahmen. Bitte tragen Sie unter "Einnahmen" die beim NPN beantragte Summe ein. Bzgl. anderer Förderungen geben Sie bitte in Klammern an, ob die Summen bewilligt wurden oder als beantragt ausstehen.

DIFFERENZIERTER KOSTEN- UND FINANZIERUNGSPLAN
Bitte legen Sie zudem in 7-facher Ausfertigung einen differenzierten Kosten- und Finanzierungsplan bei. Vermerken Sie auch hier in Klammern, wenn ein Betrag als "beantragt" aussteht.

Auf der Ausgabenseite sind die Hauptpositionen entsprechend der Gliederung der einseitigen Projektkalkulation einzutragen. Es dürfen nur Einnahmen und Ausgaben ab Projektbeginn bis einschließlich der Premierenvorstellung angesetzt werden.

Änderungen im Projekt und in der Kalkulation sind unverzüglich per E-Mail an die Administration des NPN zu senden! Anhand der aktuellsten Kalkulation werden wir nach Abschluss des Projekts den Verwendungsnachweis prüfen.

VI. Darstellung des Projekts

Die künstlerische Konzeption und die organisatorische Umsetzung, z.B. Mitwirkende, Probenort, Premiere etc. sind auf 1 DIN A4 Seite kurz und klar zu erläutern. Die auszufüllende Seite befindet sich im Antragsformular und ist in 7-facher Ausführung einzureichen.

Ebenfalls in 7-facher Ausführung ist eine differenzierte Projektbeschreibung beizulegen, in der u.a. künstlerisches Vorhaben, Inhalte und Fragestellungen, Art und Umfang der Produktion zu beschreiben und Informationen über die beteiligten Künstler, die Zusammenarbeit zwischen den Koproduktionspartnern und die Probenprozesse mitzuteilen sind.