Othello c'est qui

Foto: Knut Klaßen

17. & 18. Juni 2010, i-camp, 20.30 Uhr
Einführung jeweils 19.45 Uhr

Die Figur des „Othello“ zählt in der westlichen Welt zu den berühmtesten Rollen eines Schwarzen. In Afrika kennt sie jedoch kaum einer. Der Othello ist eine europäische Angelegenheit, die wie ein Ritual funktioniert, in dem der/das Fremde immer wieder neu konstruiert wird. Mit eben diesem Phänomen beschäftigen sich der bildende Künstler Knut Klassen und die Regisseurin Monika Gintersdorfer in „Othello, c’est qui“. Zwei Darsteller winden sich durch ein Konglomerat verschiedener kultureller Perspektiven, konfrontieren sich erst mit alltäglichen trivialen Dingen, bevor die Handlung ihren unausweichlichen Verlauf nimmt und Konflikte wie Ehre und Gewalt heraufbeschwört. In einer Mischung aus Bewegungssequenzen und Diskussionen nähern sich die Performer dem Thema und weichen dabei die Grenzen zwischen Theater und Leben immer weiter auf.

Monika Gintersdorfer, die den Münchnern von den Kammerspielen bekannt ist, und Knut Klassen arbeiten seit 2005 zusammen. Ihr Hauptinteresse liegt in Projekten, in denen die Lebensstrategien und Ausdrucksformen des multinationalen Teams im Zentrum stehen.

Credits:
Von: Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen.
Mit: Cornelia Dörr, Franck Edmond Yao und Gästen.
Koproduktion mit Kampnagel und FFT; gefördert vom Fonds Darstellende Künste und der Hamburgischen Kulturstiftung.
Mit freundlicher Unterstützung von i-camp/Neues Theater München.