ACCESS
TO DANCE

ACCESS TO DANCE ist ein Programm zur Förderung und Stärkung des zeitgenössischen Tanzes in Bayern, das von einem Zusammenschluss verschiedener Münchner Tanzorganisationen und Institutionen – der Tanzbasis e. V. – 2006 im Rahmen von Tanzplan Deutschland initiiert wurde. Durch vielfältige interdisziplinäre Aktivitäten und eine institutionelle Vernetzung führt ACCESS TO DANCE Praxis und Theorie zusammen und schafft nachhaltig neue Strukturen und Formate für den Tanz in München und Bayern.

ACCESS TO DANCE wird gefördert durch das Kulturreferat der Landeshaupstadt München, den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, sowie den Bezirk Oberbayern.

depARTures
New choreographic strategies in Dutch Dance
14. – 18. Mai 2018

JOINT ADVENTURES präsentierte im Rahmen von ACCESS TO DANCE mit Unterstützung von Dutch Performing Arts, ein Programm des Dutch Performing Arts Fund NL, und dem Bezirksausschuss Schwabing West vier aktuelle Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus den Niederlanden

Andrea Božić
“After Trio A”

14. Mai 2018
Reithalle

No to spectacle. No to virtuosity. No to transformations and magic and make-believe.
(Yvonne Rainer “No Manifesto”, 1965)

„After Trio A” beruht auf Yvonne Rainers berühmter Choreografie „Trio A“ sowie ihrem zeitgleich entstandenen „No Manifesto“. Die Arbeit versteht sich nicht als Re-Enactment, sondern als ein live erlebter, körperlicher Dialog zweier Tänzerinnen (Jasmine Ellis, Daphna Horenczyk) mit Rainers Schlüsselwerk des Postmodern Dance, innerhalb dessen das Verhältnis von Erinnerung und Körpergedächtnis, Geschichte und deren mediale Vermittlungsebenen reflektiert werden.

Keren Levi
“The Dry Piece”

15. Mai 2018
Theater HochX

Die ursprünglich aus Israel stammende Choreografin Keren Levi stellt in ihrer körperlich intensiven Video-Tanz-Performance Frauenbilder, Körperkult und Klischees des Makellosen in Frage. Inspiration sind zum einen die atemberaubenden Wasserballette von Busby Berkeley aus den 1930er Jahren, in denen er ausschließlich weibliche Körper synchron choreografiert hat. Sowie Naomi Wolfs postfeministische Abhandlung „The Beauty Myth“ aus dem Jahr 1990 über die Konstruktion und Kontrolle weiblicher Identität und den davon abhängenden Schönheitsidealen. Zwischen Hochglanz-Cover und einer Ethik der Ästhetik – Schönheit liegt im Auge der Betrachterin.

Arno Schuitemaker
“If You Could See Me Now”

16. Mai 2018
Reithalle

„If You Could See Me Now” startet als chilliges Club-Dance-Set, das sich schließlich in ein komplexes Netz aus Transformationen und wellenartiger Bewegung verwandelt. Die Performance fordert heraus und bringt die Vorstellung, das Hören und Fühlen durcheinander. Arno Schuitemakers Arbeit untersucht die Grenzen der Wahrnehmung und wird zu einem Happening, das alles wunderbar auseinandersprengt und befreit. Nach „WHILE WE STRIVE“ und „I will wait for you“ ist „If You Could See Me Now“ der dritte und letzte Teil von Schuitemakers Trilogie für drei Performer.

Ann Van den Broek
WArd/waRD
"Accusations"

18. Mai 2018
Reithalle

Inspiration für Ann Van Den Broeks Arbeit ist Peter Handkes Text „Selbstbezichtigung“, eine autobiografische Erzählung des österreichischen Schriftstellers. Die niederländische Choreografin erforscht in ihrer Arbeit den schmalen Grat zwischen Scheitern und Erfolg, Entscheidungen, die getroffen wurden oder nicht, Gelegenheiten, die genutzt wurden oder nicht, Sehnsüchte, die erfüllt wurden oder nicht. Ist die Annahme, dass jemand alles verändern kann, eine schmerzliche Illusion? Eine kraftvolle und provozierende Theatererfahrung für Performer und Zuschauer gleichermaßen.

PASSIONEN
Saarländisches Staatsballett
Gerhard Bohner
"Die Folterungen der Beatrice Cenci" & Stijn Celis
"Your Passion Is Pure Joy To Me"

4. & 5. April 2018
Carl-Orff-Saal, Gasteig München

Gerhard Bohners Tanztheater zur Musik von Gerald Humel sorgte bei Kritik und Publikum 1971 für Furore und machte den jungen Choreografen über Nacht berühmt. Die Rekonstruktion wurde im Rahmen eines Doppelabends mit „Your Passion Is Pure Joy To Me“ von Stijn Celis gezeigt.

JOINT ADVENTURES in Zusammenarbeit mit der Gasteig München GmbH

les ballets C de la B
Alain Platel
Fabrizio Cassol
"Requiem pour L."

28. & 29. Januar 2018
Residenztheater

Um Mozarts Requiem versammeln sich 14 Künstler aus Afrika und Europa und entwickeln gemeinsam eine Rekonstruktion mit Einflüssen aus Jazz, Oper und populärer afrikanischer Musik. Eine Woche nach der Premiere bei den Berliner Festspielen gastierte die Produktion in München.

JOINT ADVENTURES in Zusammenarbeit mit dem Residenztheater

ACCESS TO DANCE veranstaltet eine eigene internationale Gastspielsaison und realisiert Residenzen mit renommierten Choreografen in München. Durch die Integration tänzerischer, schulischer und universitärer Weiterbildungsprogramme leistet es wichtige Vermittlungsarbeit im Bereich der kulturellen Bildung.

www.accesstodance.de
Begleitet alle Projekte redaktionell.

CHOREO
GRAPHIC
CAPTURES

Mit dem choreografischen Kurzfilmprojekt CHOREOGRAPHIC CAPTURES werden die Kunstformen Choreografie und Film stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

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Tanzbasis e.V.

Die Initiative ACCESS TO DANCE wird vom Tanzbasis e.V. getragen. In diesem eingetragenen Verein haben sich als Initiatoren zusammengeschlossen
Walter Heun (JOINT ADVENTURES)
Nina Hümpel (tanznetz.de)
Dr. Klaus Kieser (K. Kieser Verlag)
Dietmar Lupfer (Muffatwerk)
Dr. Katja Schneider (twm – LMU München)
Simone Schulte-Aladag (Das Kulturbüro) 
Bettina Wagner-Bergelt (Dramaturgin, Kuratorin)