Jérôme Bel
“Isadora Duncan”

24. & 25. Juli
20.30 H
Therese-Giehse-Halle
Münchner Kammerspiele

Tickets

25,-/6,- EUR

Isadora Duncan ist die Pionierin und Wegbereiterin des „Freien“ Tanzes, dem „Tanz der Zukunft“. Mit dem nach ihr benannten Stück – konzipiert für die Tänzerin Elizabeth Schwartz – setzt Jérôme Bel seine 2004 begonnene Serie von Tänzer*innenporträts fort. Im Gegensatz zu den Arbeiten „Véronique Doisneau“, „Cédric Andrieux“ und „Pichet Klunchun and myself“ zeichnet Bel hier zum ersten Mal das Porträt einer verstorbenen Choreografin und nimmt Duncans autobiografisches Werk „Ma Vie“ als Ausgangspunkt. Bel entdeckt hinter der romantischen Figur eine visionäre Choreografin, die durch ihre große Freiheit des Ausdrucks, ihre Spontaneität und Natürlichkeit in der Bewegung die Grundlagen des modernen Tanzes schuf – die Wurzeln des zeitgenössischen Tanzes. In einer Mischung aus diskursiven und sensiblen Stilen, gesprochenen Momenten und getanzten Soli erweckt die Performance die Erinnerung an den freien Tanz zum Leben. In Verbindung seinem Anliegen, den Tanz als Hebel der Emanzipation zu ermöglichen, aktiviert Bel Duncans Lehre und zeigt die Aktualität ihres kritischen Potentials: Neben ihren Tanzkünsten, ist Duncan auch für ihr feministisches Engagement sowie für die Förderung einer jungen Tänzer*innengeneration bekannt.

Produktion: R.B. Jérôme Bel
Koproduktion: La Commune centre dramatique national d’Aubervilliers, Les Spectacles Vivants – Centre Georges Pompidou (Paris), Festival d’Automne à Paris, R.B. Jérôme Bel (Paris), Tanz im August/ HAU Hebbel am Ufer (Berlin), BIT Teatergarasjen (Bergen)
Förderer: CND Centre National de la Danse (Pantin) im Rahmen eines Residenzprogramms, MC93 (Bobigny), Ménagerie de Verre (Paris) im Rahmen von Studiolab (Bereitstellung von Studios)

Gastspiel mit freundlicher Unterstützung des Institut français und das französische Ministerium für Kultur / DGCA