Mette Ingvartsen (DK/BE)
"21 pornographies"

6. August 2020
21.00 H
Muffathalle

Tickets

20,-/15,- EUR

Als Marquis de Sade 1785 einen Roman über die Befreiung aus seiner Gefängniszelle schrieb, erklärte er, die Natur der menschlichen Leidenschaften erlaube Verbrechen. Dieser Moment in der westlichen Moderne markiert die moralische Ambivalenz zwischen sexueller Befreiung und Macht. Ausgehend von der Idee, dass Pornografie heute in viele Bereiche der Gesellschaft durchgesickert ist, erforscht die dänische Choreografin Mette Ingvartsen ihre Funktionsweise anhand einer Sammlung erotischer und affektiver Materialien. Die meisten von ihnen haben wenig mit explizitem Sex zu tun, zeigen jedoch pornografische Merkmale: Grausamkeit, klinische Präzision, Gewalt und Schmerz, aber Lachen, Aufregung und Nervenkitzel. Zwischen physischer Aktion und narrativer Beschreibung entsteht eine spekulative Choreografie, die das Publikum imaginären und intensiv viszeralen Empfindungen aussetzt. „21 pornographies“ ist der vierte Teil aus Mette Ingvartsens Reihe „Red Pieces“ zu Überlegungen über die politischen Dimensionen von Sexualität.

Eine Produktion von Great Investment
Koproduktion: Volksbühne (Berlin), PACT Zollverein (Essen), Kaaitheater (Brussels), NEXT festival / Kunstencentrum BUDA (Kortrijk), Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), Dansehallerne (Copenhagen), BIT Teatergarasjen (Bergen), Julidans (Amsterdam), CCN2 - Centre chorégraphique national de Grenoble
Mit Unterstützung von Nanterre-Amandiers, Centre Dramatique National, Musée de la Danse/ Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne & Kustenwerkplaats Pianofabriek
Gefördert durch: The Flemish Authorities, The Flemish Community Commission (VGC) & The Danish Arts Council