against
all
odds

Ein SymPodium der Körper- & Denkbewegungen
5. August 20.30 H
Muffathalle

Eintritt frei
Sprache: Englisch

Um Anmeldung vorab per Email wird gebeten: info@jointadventures.net

In einem diskursiven Parcours aus tänzerischen, performativen, künstlerischen und theoretischen sowie persönlichen Beiträgen – live und digital – sollen an diesem Abend Künstler- und Theoretiker*innen, die in 30 Jahren die TANZWERKSTATT EUROPA begleitet haben, über die Möglichkeiten von Tanz und Choreografie, aber auch Formen des Zusammenlebens in Zukunft nachzudenken. Wie können wir – gegen alle Widrigkeiten – weiter tanzen oder gegen die Verhältnisse antanzen?

Tanz ist eine der lebendigsten Kunstformen, die es gibt. Er hat die Kraft, Grenzen zu überwinden, gegen Widerstände anzukämpfen, neue Wege zu beschreiten. Choreografische Praktiken implizieren zudem unzählige Möglichkeiten, andere Disziplinen, Formate, Ansätze, Medien einzubeziehen. Die Pandemie hat die ganze Welt, insbesondere die performativen Künste, in eine Art Schockstarre versetzt. Alle Aspekte, die den Tanz ausmachen – Unmittelbarkeit, Liveness, Interaktion, Nähe – waren untersagt, konnten nicht stattfinden. Im Rahmen ihres 30jährigen Bestehens möchte die TANZWERKSTATT EUROPA den Tanz in all seinen Facetten feiern, aber auch danach fragen, wie man nach über einem Jahr Pandemie und „Cultural Distancing“ mit der Kunstform Tanz zu Aspekten, die für unser Zusammenleben relevant sind, Stellung beziehen kann. Dabei soll auch das Nachdenken über nachhaltige Formen künstlerischer Entstehungsprozesse und die kritische Auseinandersetzung mit Ein- und Ausschlussmechanismen in den Diskurs einbezogen werden. Zugleich entsteht ein Panoptikum der Aufbauarbeit, die die TANZWERKSTATT EUROPA während ihres 30jährigen Bestehens geleistet hat und darüber wie Künstler*innen die Art, wie Tanz zu denken ist, radikal veränderten und immer noch verändern. Es wird zurück und perspektivisch nach vorne geschaut.

„How to continue dancing (against)?“ ist die Leitfrage, die Theoretiker*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen sowie Expert*innen des Alltags gestellt wurde. Die Reaktionen darauf sind als künstlerische, theoretische oder persönliche Beiträge live oder medial zu sehen.

Mit Beiträgen u.a. von:
Esther Balfe, Jérôme Bel, Jonathan Burrows, Ramsay Burt, Boris Charmatz, Janez Janša, Jin Lee, Lucas Lopez, Àngels Margarit, Anna Mendelssohn,  Jeremy Nelson, Ceren Oran, Moritz Ostruschnjak, Virginie Roy, Ana Vujanović, Frank Willens

Der Wiener Künstler Nikolaus Gansterer setzt die Beiträge live und visuell in Form einer Translecture-Performance um. Gansterer baut dynamische „Skulpturen“, die durch die Vorträge inspiriert, live gefilmt und gescreent werden. Seine Translecture-Performances visualisieren und transformieren „Denkbewegungen“ in Kunst. Der Münchner Musiker und Komponist Robert Merdzo baut für den Abend einen Klangraum.

Förderer: Kulturreferat der Landeshauptstadt München