Joe Moran
“Expanding Choreogaphies”

8. – 12. August
14.30 – 19.00 H
Studio D
Professionals
Sprache EN

Anmeldung

Der Künstler und Choreograf Joe Moran lädt in seinem einwöchigen Workshop professionelle Tänzer*innen und erfahrene Tanzstudierende zu einem choreografischen Forschungsprozess ein. Die Begriffe Komplikation, Unterbrechung und Unbeständigkeit stehen im Zentrum der Auseinandersetzung. Choreografie wird dabei aus ganz verschiedenen Perspektiven erforscht und erweitert: als skulpturale Komposition, die unsere körperliche Wahrnehmung stört; als eine Wahrnehmungspraxis, die generativ als Choreografie funktioniert; als choreografische Auseinandersetzung mit der Körperlichkeit von Wörtern, Texten und der Stimme (Schreien, Singen, Überlagerungen). Joes Workshop findet in einem entspannten, respektvollen und kollegialen Umfeld statt. Es geht darum, sich führen zu lassen, Ideen auszuprobieren und zusammenzuarbeiten.

Joes künstlerische Praxis umfasst Theater- und Galerie-Performances, kritisches Schreiben, kuratorische Projekte und Zeichnen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen der Körper und die verkörperte Präsenz als Ort komplexer Subjektivitäten und politischer Unruhen. Queering setzt Joe dabei häufig als wichtigste kritische Strategie ein. Wesentlichen Input bezieht er aus der Improvisation, dem Experimentieren und seiner Faszination für die Probleme und Möglichkeiten der formalen choreografischen Komposition und der Vorstellung einer erweiterten Choreografie.

Joe hat Arbeiten entwickelt für Whitechapel Gallery (2020), Sadler’s Wells (2019), Wysing Arts Centre (2018), Bluecoat und Liverpool Biennale (beide 2018) und Kettle’s Yard (2018). Joe hat als Tänzer international u.a. mit den Choreograf*innen Deborah Hay (USA), Siobhan Davies (UK, Bank Project), Florence Peake (UK) und Stina Nyberg (Schweden) gearbeitet. Außerdem mit dem Komponisten Kaffe Matthews, der Herausgeberin Sue Giovanni, den bildenden Künstler*innen Eva Rothschild, Carlos Bunga und Magali Reus sowie den Tänzer*innen Temitope Ajose-Cutting und Andrew Hardwidge.