Jurij Konjar
“50 years of Contact Improvisation”

2. – 6. August
9.30 – 14.00 H
Studio B
Advanced
Sprache EN

Anmeldung

In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal die Aufführung „Magnesium“ von Steve Paxton, die den Grundstein für die so genannte Contact Improvisation (CI) legte. Die Ideen und Formen dieser Technik sind inzwischen fest im zeitgenössischen Tanz verankert. CI wurde seitdem intensiv erforscht, weiterentwickelt und unterrichtet. Heute können wir vor allem jede Menge von CI lernen: Kommunikation durch Berührung, Spüren und Loslassen; reflexhafte, schnelle Reaktionen; Arbeit mit (und gegen) die Schwerkraft; die Beziehung zum Boden, das Lenken eines Sturzes, die Rückgewinnung von Energie; Geben und Nehmen von Gewicht; Tanzen mit einem oder mehreren Partner*innen; Aufbau vertrauenswürdiger, respektvoller und funktionaler Beziehungen, die trotzdem spielerisch bleiben. Jurij Konjar, der mit Steve Paxton zusammengearbeitet hat, wählt in seinem Workshop einen körperlichen Ansatz. Indem sich die Teilnehmer*innen für ihre Wahrnehmung und das Nicht-Wissen öffnen, trainieren und bewahren sie ihren Körper. Jurij arbeitet mit dem Fallen, dem Geben und Nehmen von Gewicht, sowie dem peripheren Sehen. Nicht-Wissen wird zur Komfortzone.

Jurij ist ein slowenischer Künstler, der im Bereich des Tanzes arbeitet. Im Jahr 2009 löste die eingehende Betrachtung von Steve Paxtons „Goldberg-Variationen“-Video eine Improvisationspraxis bei ihm aus, die bis heute Grundlage für einen reichhaltigen, kontinuierlichen Dialog ist. In Zusammenarbeit mit Steve Paxton (2010-2016) hat er dessen Werke „Bound“ (1982), „Flat“ (1964) und „Quicksand“ (2016) aufgeführt sowie „Satisfyin‘ Lover“ (1967) einstudiert. 2014 gründete Jurij Habitat, einen nomadischen Arbeitsraum für prozessorientierte Praktiken. Seit 2012 praktiziert und unterrichtet er CI.