Meg Stuart & Alma Söderberg
“Sound & Movement”

5. – 9. August
15.00 – 17.00H
Studio H
All Levels
Sprache EN

Anmeldung

Diese Kombination zweier intensiver Workshops widmet sich dem Verhältnis von Körper, Stimme, Sound und Bewegung. An fünf Workshoptagen arbeiten die Teilnehmer:innen mit zwei Künstlerinnen, die sich auf ihre Weise differenziert mit Fragen der Intensität und Präsenz von performativen Körpern auseinandersetzen und dabei die (eigene) Stimme oder Rhythmus, Klang sowie Komposition einbeziehen. 

Meg Stuart (5. – 6. August): „Knowing and not Knowing“

Wir werden uns mit einer Reihe von geführten Visualisierungen und erweiterten sensorischen Übungen beschäftigen und dabei besonders auf Feinheiten und Nuancen achten. Wir untersuchen Bewegungsmuster, zeitliche und räumliche Entscheidungen und fragen uns, was uns auf körperlicher und konzeptioneller Ebene bewegt. Was zieht uns an? Was müssen wir loslassen? Was wollen wir einladen? Wir erforschen die Grenzen zwischen Wissen und Nichtwissen, Abstraktion und Absicht, Bildern und Aktion. Indem wir uns durch Berührungen, gemeinsame Fiktionen und energetischen Austausch begegnen, lassen wir uns spielerisch auf das Risiko ein und entdecken, wie schön es ist, verletzlich zu sein. Durch Live-Musik von Doug Weiss können wir in diesem Workshop auch erkunden, wie wir uns zu Liedern bewegen und im Rahmen von Kreation und Live-Performance über Musik nachdenken. In diesem Sinne stellt er eine Verbindung zu der Konzertperformance „All the Way Around“ von Meg Stuart und Doug Weiss mit Mariana Carvalho her, die ebenfalls bei der TANZWERKSTATT EUROPA 2024 gezeigt wird.

Alma Söderberg (7. – 9. August): „Polyrhythm and Synthesis“

In diesem Workshop liegt ein Schwerpunkt auf der rhythmischen Arbeit und der Verbindung von Klang und Bewegung, die es ermöglichen, mit dem eigenen Körper ein Instrument zu schaffen. Wir werden besonders mit Erdung und Groove arbeiten und so Wege zu einer Körperlichkeit finden, die zugleich entspannt und rhythmisch dicht ist. Dabei helfen uns Musik und verschiedene somatische Tools.

Außerdem werden wir uns auf Polyrhythmik, Synkopen und Synthese konzentrieren. Ihr lernt, wie man mit polyrhythmischen Patterns jammt, die von Körper und Stimme erzeugt werden. Wir arbeiten mit rhythmischer Synkopierung, um unseren Tanz als etwas Rhythmisches, als eine sich ständig verändernde Zeitstruktur geprägt vom Rhythmus zu begreifen. Schließlich geht es bei der Synthese darum, an Details zu arbeiten; leichte Veränderungen in Tonus, Klang, Geschwindigkeit, Intensität usw. vorzunehmen. So verleihen wir Veränderungen Gewicht und erweitern sowohl die eigene Fähigkeit als auch die des Publikums, mehr wahrzunehmen und sich so dem Tanz zu nähern.