TANZWERKSTATT
EUROPA

Seit 1991 veranstaltet JOINT ADVENTURES gemeinsam mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München die TANZWERKSTATT EUROPA. Als Werkstatt für neue Ideen und Ästhetiken setzt sie wichtige Impulse im zeitgenössischen Tanz und der Performance-Kunst. Mit ihrem breiten Angebot an Tanzworkshops und Summer Intensives ist sie Hot Spot der internationalen zeitgenössischen Tanzszene und verwandelt München 10 Tage lang in einen wichtigen Treffpunkt für Tanzprofis und Amateure aus Bayern und der ganzen Welt.

Performance
Programm

Die TANZWERKSTATT EUROPA zeigt jeden Sommer 10 Tage aktuelle Arbeiten renommierter Wegbereiter des zeitgenössischen Tanzes. Genauso werden Newcomer eingeladen, um ihre Stücke dem Münchner Publikum zu präsentieren. 

Miet Warlop (BE) eröffnete die diesjährige Ausgabe mit einem fulminanten Drehtanz. Louise Lecavalier (CA) begeisterte letztes Jahr schon mit ihrem Tanz an den Grenzen des Möglichen. Jefta van Dinther (SE/DE) erweckte die animalischen Qualitäten des Körpers. Liquid Loft (AT) erweiterte mit der von Andy Warhol inspirierten Performance die Möglichkeitsräume des Tanzes. Anna Konjetzky (DE) untersuchte den gesellschaftlichen Umgang mit dem fragilen, ineffizienten Körper. Matijević & Chico (FR) und Teresa Vittucci (CH) verlängerten den Körper auf überraschende Weise in den digitalen Raum. Charlie Morrissey (UK) ließ uns in seiner Arbeit in seine künstlerische Forschung blicken: “What’s Not There”.

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Tanzworkshops
für Profis & Amateure

Auch in diesem Sommer waren wieder international renommierte Choreograf*innen, Dozent*innen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt in München zu Gast und haben bei der TANZWERKSTATT EUROPA Workshops und Intensives für Profis und Amateure unterrichtet.

Intensives

Quim Bigas (ES)
Jefta van Dinther (SE/DE)
Louise Lecavalier (CA) & Frédéric Tavernini (FR)
Dominique Mercy (FR)

Contemporary Dance & Repertory

Iñaki Azpillaga (ES/BE)
Daniela Bendini (IT/DE)
Stephan Herwig (DE)
Charlie Morrissey (UK)
Bosmat Nossan (IL)
Virginie Roy (FR/AT)

Bodywork

Joy Ackwonu (AT)
Veronica Fischer (DE)
Daphne Strothmann (DE)
Chiang-Mei Wang (TW/DE)

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the date

Die nächste Ausgabe findet im Juli/August 2020
in München statt.

Bodies in transition
Die Migration von Körperkonzepten zwischen (Flucht-)Bewegung und Digitalisierung

In diesem Jahr diskutierten die Theoretiker*innen  Arno Böhler (AT), Sandra Noeth (DE) und Sophie Wennerscheid (BE) Konzepte des „Körpers“ im Verhältnis zur zeitgenössischen choreografischen Praxis vor dem Hintergrund von Vermarktung, Selbstoptimierung, Digitalisierung, Funktionalität, Sehnsucht, Liebe und Sexualität.

War der Körper 2.0 vor einiger Zeit noch Science-Fiction, haben sich seine digitalen Möglichkeiten inzwischen in vielen Bereichen konkretisiert und sind Wirklichkeit geworden. Unsere Gegenwart wird von digitalen Technologien bestimmt, die den menschlichen Körper und sein Verhältnis zu Zeit und Raum verändern. Smartphones oder VR-Brillen lassen die Grenze zwischen digitaler und analoger Welt im alltäglichen Leben verschwimmen und verändern unsere Art zu kommunizieren tiefgreifend. Roboter, Prothesen und Künstliche Intelligenz stecken noch in den Kinderschuhen, ihnen gegenüber erscheint der menschliche Körper aber schon jetzt als Auslaufmodell. Die stetige Zunahme einer globalen Mobilität lässt uns zudem über Grenzen, die von Parametern wie Nationalität, Souveränität und Normalität gezogen werden, hinwegbewegen – scheinbar grenzenlos im digitalen Netz, für viele nur begrenzt im geopolitischen Kontext. Was bedeuten diese digitalen Entgrenzungen für den menschlichen Körper im Kontext der zeitgenössischen choreografischen Praxis?