
OPEN STAGE – „WHO’S NEXT?“
10. August 2026
20.30 H
Schwere Reiter
25 EUR / 18 EUR ermäßigt
Barrierefrei
Für einen Abend wird die Bühne im Schwere Reiter zum Treffpunkt junger, internationaler Choreograf:innen. Mit der OPEN STAGE bekommen sie die Gelegenheit, ihre Stücke dem Publikum der TANZWERKSTATT EUROPA zu zeigen. Das Format bietet die einmalige Möglichkeit, sich auf Neues einzulassen, inspiriert zu werden und neben bereits etablierten Künstler:innen die nächste Generation der Tanzszene und ihre Arbeiten zu entdecken. Who’s next?
Mit:
Lara Rabe „(A Creature’s Tale)“
Lara Rabes Arbeit beschäftigt sich mit Übertragungseffekten und bildlicher Abstraktion. Ein weißes Tuch, das die Bühne ausfüllt und unter dem sie tanzt, wird zur Projektionsfläche für das Publikum.
Seit 2024 absolviert Lara Rabe eine Ausbildung im Bereich Bühnentanz bei DANSART TANZNETWORKS in Bielefeld. Zuvor absolvierte sie von 2018 bis 2019 eine Tanzausbildung an der TANZ ZENTRALE LEIPZIG mit den Schwerpunkten zeitgenössischer Tanz und Choreografie. Im Jahr 2025 wirkte sie in mehreren Produktionen mit, darunter „HALT!“ von Saskia Assohoto, „Short Stories“ von Jean-Hugues Assohoto und „ALL OF US“ mit Choreografien von Tchekpo Dan Agbetou, Saskia Assohoto, Dhélé Agbetou und Vincent Harisdo. Seit 2024 entwickelt sie eigene choreografische Arbeiten. Im Jahr 2026 schuf sie ihr erstes Solostück, „(A Creature’s Tale)“.
Mila Levy „VESSEL“
Dieses Tanzstück von Mila Levy setzt sich intensiv mit dem Körper auseinander und erforscht Fragen der Präsenz, der Anstrengung, der Sichtbarkeit und der Verhüllung. Aus dieser Auseinandersetzung entwickelt sie eine persönliche und experimentelle Bewegungssprache.
Mila Levy ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Tänzerin aus Tel Aviv. Von 2023 bis 2024 war sie Mitglied von TANZ_KASSEL in Deutschland; heute arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und kooperiert unter anderem mit Choreografen wie Bosmat Nossan, Noa Zuk und Ohad Fishof. Im Jahr 2021 erhielt sie ein Stipendium der America-Israel Cultural Foundation. Darüber hinaus arbeitet Levy als Dramaturgin und externe Mitarbeiterin an verschiedenen künstlerischen Projekten.
Magdalena Górnikiewicz „say it to the mountain“
"say it to the mountain" bewegt sich zwischen stillem Widerstand und einer schonungslosen Auseinandersetzung mit Wut und Enttäuschung. Was zunächst abgewehrt wird, kehrt schließlich wie eine alte Freundin zurück – vertraut und zugleich fremd, als wäre die gemeinsame Geschichte mit der Zeit ausgelöscht worden. Der Körper wird dabei zugleich zu Morgennebel und innerem Schlachtfeld, aus dem Fragmente von Wut und Zärtlichkeit hervortreten.
Magdalena Górnikiewicz ist eine Tänzerin und Choreografin aus Polen. Sie begann ihre professionelle Tanzausbildung 2019 an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München und zog ein Jahr später nach Leeds, um dort ihr Bachelorstudium am NSCD aufzunehmen. Im Jahr 2021 absolvierte sie einen Erasmus+-Austausch an der UiS Fakultet for utøvende kunstfag in Stavanger, Norwegen, wo sie mit Yael Flexer & Nic Sandiland sowie Haine Avdal zusammenarbeitete und in Zusammenarbeit mit Vilma Kärkkäinen das Stück „tame/d“ choreografierte.
Tabea Jung „Project G2 or Post Traumatic Femtasy“
„Project G2 oder Post Traumatic Femtasy“ ist ein intimes Duett über die Sichtbarkeit und Neudefinition weiblicher Lust nach Jahrhunderten ihrer Unterdrückung. Der Körper wird zum greifbaren Träger der Geschichte und zugleich zum Ort des Widerstands. Kraftvoll, sinnlich, ungehemmt und explorativ bewegt sich das Werk durch die Bereiche weiblichen Begehrens, patriarchaler Einflüsse, Scham und pornografischer Erzählungen.
Tabea Jung ist eine Choreografin und Tänzerin aus Essen. Im Jahr 2025 schloss sie ihr Bachelorstudium im Fach Tanz an der Folkwang Universität der Künste ab. In Zusammenarbeit mit dem Modelabel SVEASØN entwickelte sie „MØLYBDØMANCY“, ein Werk, das für sein Konzept ausgezeichnet und im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert wurde. Ihre Choreografie „Yuni“, die in Zusammenarbeit mit Shauna Fischer entstand, wurde 2025 im Rahmen des Co-Lab beim Schrittmacherfestival in Aachen präsentiert.
Eng Kai Er „Solo Badminton Show“
Stürmisch, laut und kompromisslos: In Solo Badminton Show wird das Nachspiel einer toxischen Beziehung zu einem Badmintonspieler zur ebenso sportlichen wie emotionalen Performance. Dinge fliegen durch den Raum, Gefühle werden frech, direkt und ohne Reue ausgetragen. Vivaldis Vier Jahreszeiten trifft auf die Dynamik des Badmintonsports – ein energiegeladenes Zusammenspiel von Musik, Bewegung und emotionalem Ausnahmezustand.
Kai Er Eng ist Choreografin und Performerin aus Singapur. In ihrer Heimat wurde sie durch das Directors Lab von The Substation gefördert und war als Associate Artist bei TheatreWorks tätig. Als Gründerin des experimentellen Performance-Studios Make It Share It entwickelte sie eigene künstlerische Formate und Arbeitsweisen. Anschließend studierte sie im Masterstudiengang Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich insbesondere mit Sport, Intimität und Berührung auseinander.

